Eine  kleine

Weihnachtsgeschichte

Mein Samstag vor dem 1. Advent 2023

Am 02. Dezember 2023 klingelte gegen 3 Uhr am Nachmittag mein Telefon. Nachbarin Tatjana – eine gute Freundin, die ich im Coaching mit ihrem Partner Sebastian und ihrem georgischen Hund Didi kennenlernen durfte – fragte, ob ich Lust hätte mit zum „Hofadvent“ zwei Straßen weiter zu gehen. Erfreut über die nette Idee, stimmte ich zu und wir trafen uns ein wenig später vor meiner Tür. 
In der vorigen Nacht hatte es frisch geschneit. Alles war mit einem leichten Weiß bedeckt und sah wunderschön aus.
Wir kamen in der Dämmerung – so gegen 16 Uhr – beim Hofadvent der Neuapostolischen Kirche (NAK) an.

(Die Gebäude der NAK liegen direkt auf Pintu´s Lieblings-Morgenrunde im Reudnitzer Park in Leipzig. Ich gehe seit 2009 fast täglich am Gebäude der Gemeinde Leipzig Mitte vorbei.
Der Lene-Voigt-Park an dem ich mein Büro habe, war zur Wendezeit 1990 einmal Gleisfläche des Eilenburger Bahnhof´s in Leipzig und Industriebrache. Als nach der Wende vom Sozialismus alles frisch belebt und reprivatisiert wurde, formte man den Park im Rahmen eines EXPO-2000 Projektes um. Man legte Grasflächen an und machte aus einigen Gleisstraßen, Rad- und Fußwege, die von den östlichen Stadtteilen Leipzigs nun auf einer Länge von 2 Kilometern bis ins Zentrum hier führen.
Das Kirchenschiff der Neuapostolischen Kirche steht ca. 30m Luftlinie entfernt vom Lene-Voigt-Park im Reudnitzer Park. Trotzdem war ich mir sicher: Dieses riesige Gebäude war früher sicher einmal die Empfangshalle des alten Eilenburger Bahnhofs. Es ist so riesig. So imposant. Manchmal fiel mir bei Pintu´s Morgenrunden auf, wie bei Proben im Gebäudekomplex klassische Musik von drinnen auf der Hundewiese wahrzunehmen war.) 

Dank Tatjana stand ich nun hier, inmitten vieler Gäste und Gemeindemitglieder der NAK Leipzig Mitte. Auf dem kleinen Weihnachtsmarkt im Hof gab es jede Menge leckere Sachen. Ich holte mir eine leckere Bratwurst und einen gut duftenden Glühwein.

Sebastian und Tatjana sind mit vielen Mitgliedern der Gemeinde bekannt. Viele grüßten Tatjana freundlich und es ergaben sich direkt herzliche Gespräche. Eines dieser Gespräche führten wir mit Karin. Sie ist aus Taucha und Sängerin im Gewandhauschor.
Mein ehemaliger Mitschüler Gregor Meyer leitet das Ensemble – wir machten beide unser musisches Abitur auf dem Clara-Wieck-Gymnasium in Zwickau und lebten dort auf dem Internat. Sofort hatte ich mit Karin ein Thema und ich konnte ihr erzählen, wie sehr es mir fehlt wieder in einem Chor zu singen. Karin lud mich daraufhin ein doch im Gewandhauschor mitzusingen und Gregor einmal wiederzusehen. Proben wären immer Mittwoch und Sonntag am Abend. Ich lehnte dankend ab. Mittwoch und Sonntag arbeite ich am Abend, habe oft Kunden im HundeCoaching. Ich könnte da unmöglich zu den Proben kommen im Gewandhauschor, da ich immer nur an meinen freien Tagen montags und dienstags am Abend Zeit für eine Probe hätte.

Nun passierte etwas Wunderbares: Peter – der Mann am Grill – bekam mit, wie gern ich in einem Chor singen wöllte und sprach mich an „Unser Chor von der NAK hier probt immer montags – 19.30 Uhr. Jeder ist gern willkommen mitzusingen.“
Parallel wies mich Peter auf das Adventskonzert am 10. Dezember 2023 hin, gab mir einen Flyer zur Veranstaltung und lud mich ein, doch gern zum Konzert zu kommen. Ich bedankte mich für seinen Tipp und kaufte mir später am Abend noch einige Tüten Plätzchen, welche die Kinder der Gemeinde zubereitet hatten. Als Erinnerung nahm ich bei der Töpferin eine weiß lackierte Kirche aus Ton für ein Teelicht mit nach Hause, welche mich an meinen Heimatort Wolkenburg erinnerte.

(Wie es mit der Töpferin weiterging, ist irgendwann einmal Inhalt einer nächsten Weihnachtsgeschichte…)

Das Adventskonzert

In der folgenden Woche erzählte ich anderen Kunden vom Konzert am 10. Dezember 2023. Sie könnten selbst nicht mit antworteten sie, aber ihre 15-jährige Tochter und deren Freundin würden gern mitkommen. So gingen wir zu Dritt zum Konzert. Ich und die zwei Mädels.
Wir fanden, obwohl wir pünktlich da waren nur noch einen Platz in den hinteren Reihen unter der Empore. Viele Menschen, Nachbarn und Gemeindemitglieder waren gekommen, um sich mit dem Konzert auf die besinnliche Weihnachtszeit einzustimmen.
Das Konzert begann. Vom ersten Moment an begeisterte mich die musikalische Qualität der Aufführenden. Jeder Ton saß präzise. Organist, Gesangssolisten, der große Chor, Bläserquartett, Frauenchor, Flötengruppe, Männerchor, Kinder und auch ein kleines Orchester traten in der nächsten Stunde auf. Und ich begriff: Alle Künstler sind auch Mitglieder dieser Gemeinde. Hier lebt man einen tollen Zusammenhalt. Ist christlich. Musiziert gern zusammen. Jeder bringt sich ein.

Die musikalische Qualität übertraf meine Erwartungen endlos. Ich konnte nicht fassen, dass ich jahrelang der Meinung war, dieses Gebäude ist schlicht der alte „Eilenburger Bahnhof“. In Wirklichkeit lebt man hier christlichen Zusammenhalt und familiäre Nächstenliebe, wie man es eher nur von Kleinstädten oder dörflichen Gemeinschaften kennt. Ich bekam große Lust ein Teil dieser Gemeinschaft zu werden und im Chor mitzusingen.

2024 - Das Willkommenslied

Ich schaffte es im Februar zum ersten Mal montags zu einer Chorprobe. Diakonin Martina leitete an diesem Abend die Probe.

„Jeder neue Sänger im Chor darf sich ein Lied als Willkommenslied aussuchen“, erklärte sie.
„Welches Lied dürfen wir denn für Dich singen, André?“ Ich war überrumpelt mit der Frage, stammelte irgendwie schnell „Mozart – Ave Verum Corpus“.
Martina sagte „Ein Lied aus unserem Gesangbuch bitte. Welche Nummer hättest Du gern?“
„Ich kenn Euer Gesangbuch noch nicht“, sagte ich.
„Darf ich eins vorschlagen und für Dich auswählen?“, fragte Martina. Ich nickte und Martina sagte an. „Wir singen für Dich Lied 365 – Möge die Sonn Dir scheinen.“ Der Chor erhob sich. Ich mitten drin. Die Töne wurden angestimmt.

Der Chor begann. „Möge die Sonn Dir scheinen…“ Nach wenigen Tönen bekam ich Gänsehaut. Bis 2019 sang ich bei CHORisma in einem auch qualitativ sehr hochwertigen Ensemble. Unser Abschlusslied beim letzten CHORisma-Konzert in der Versöhnungskirche Leipzig war „An Irish Blessing“. Und nun stehe ich mitten in einem neuen Chor. Martina wählt aus freien Stücken ein Lied aus. Und es ist die deutsche Version von „An Irish Blessing“. Das gleiche Stück welches in meinem letzten Chor mein letztes Chorlied war. Dieses Stück war nun im neuen Chor das erste für mich gesungene Lied. Was für ein Zeichen des Willkommens für mich in der Neuapostolischen Gemeinde Leipzig Mitte. Vergleicht hier gern einmal beide Stücke:

Im April und Mai gab ich die Mastery-Week in Spilimbergo für Damaso, Dusty und Livi und befand mich so längere Zeit nicht in Leipzig. Ab Juni konnte ich dann wieder im Chor mitsingen. Wir probten in diesen Wochen für die Nacht der Chöre in der Taborkirche. Nach der Ferienpause im Sommer begannen wir dann im Herbst das Programm für das Adventskonzert 2024 einzustudieren. Es waren so tolle Lieder dabei. In mir wuchs die Vorfreude auf unsere Konzerte am Adventswochenende.

2. Advent & Lisa´s Idee

Am Mittwoch (04. Dezember 2024) vor dem Konzertwochenende bekam ich 22:26 Uhr eine SMS zu einem Krallenabriss bei Hündin Charlotte im Rahmen der Soforthilfe, die ich meinen Kunden anbiete. Ich bin zu jeder Zeit für alle meine Kunden da, die in einen Notfall geraten und sofort Hilfe brauchen. Wir tauschten bis 22.45 Uhr Fotos aus und telefonierten miteinander, was gerade für Charlotte getan werden kann.
Am Abend des 05. Dezember baten mich meine Kunden einmal vorbeizuschauen. Ich schaute also nach Charlottes Kralle und lud beide Kunden (Lisa & Konstantin) ein doch in drei Tagen auch zum Adventskonzert zu kommen, falls sie am 2. Advent noch nichts vorhaben.

Die Generalprobe am Samstag lief toll – ich genoss jedes dargebotene Stück der Ensemble und wieder Teil solch einer tollen musikalischen Gemeinschaft zu sein. Lisa und Konstantin kamen am Sonntag auch zum Konzert und meine beste Freundin (war auch einmal Kundin mit Malteser Flocke) war ebenfalls da. Nach dem Konzert unterhielten sich die Drei und andere Freunde von mir mit Glühwein und Essen in geselliger Runde. Beim Abschied kam Charlottes Frauchen Lisa dann auf mich zu, bedankte sich mit glänzenden Augen sehr für die Einladung zum Adventskonzert und sagte mir, wie schön der Abend für sie und Konstantin gewesen sei und ob es nicht eine Idee wäre, im nächsten Jahr alle meine Kunden zum Adventskonzert 2025 einzuladen. Und da sind wir nun. Ich würde mich freuen, wenn es eine Tradition wird, dass sich meine Kunden am 2. Advent mit uns Allen auf die Weihnachtszeit einstimmen. Glühwein und Essen mag ich Euch ausgeben – einfach weil ich dem Förderverein für diese tolle Betreuung beim Chor und ebenfalls für die Mut gebenden Gottesdienste danken mag.

Außerdem geht ein großer Dank an Kundin Lisa als Urheberin der Idee eines Treffens zum Jahresausklang beim Adventskonzert. Ich bedanke mich auch bei allen Mitwirkenden, Glaubensbrüdern und Glaubensschwestern der NAK Leipzig-Mitte, ganz besonders auch für die
Bereitstellung der tollen Fotos durch Maria Müller.

Ich hoffe, wir sehen uns. 
Zum Konzert und gemütlichen Beisammensein.
Am 2. Advent. 

Bilder: Neuapostolische Kirche Leipzig Mitte I Maria Müller

Noch ein Video von Pintu

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